📌 Leitgedanke

Respect & Unity

Sprache, die verbindet – respektvoll, verständlich, alltagstauglich.

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Gendergerechte Sprache – kompakter Überblick

Ein kurzer Methoden-Baukasten für Hochschulalltag, Mails, Aushänge und Folien: inklusive Sprache – ohne unnötige Komplexität.

Poster-Logik ✅ Kontext entscheidet
❤️ Respect & Unity – Sprache, die verbindet.
Merksatz: Respektvoll. Verständlich. Alltagstauglich.

Die Kurzregel

Erst neutral formulieren. Wenn das nicht gut klingt: mit „Sie“, „du“ oder einer Bitte direkt ansprechen oder den Satz umbauen. Wenn Personen ausdrücklich genannt werden sollen: Paarform oder Doppelpunkt sparsam und einheitlich nutzen.

1) Schnelle Entscheidung

In 10 Sekunden zur passenden Form
Start

Was ist das Ziel?

Alle ansprechen – aber so, dass man den Satz auch beim schnellen Lesen sofort versteht.

Schritt 1

Geht ein neutraler Begriff?

Oft die eleganteste Lösung: kurz, inklusiv, gut lesbar.

Ja → neutrale Form
„Studierende“, „Lehrende“, „Team“
Nein → weiter zu Schritt 2
Schritt 2

Ist genug Platz für Paarformen?

Sehr klar, aber manchmal zu lang – besonders auf Postern/Überschriften.

Ja → Paarform
„Studentinnen und Studenten“
Nein → weiter zu Schritt 3
Schritt 3

Kurze Form nötig?

Dann: umformulieren oder Zeichenform – konsistent und sparsam.

Option A → umformulieren
„Bitte Unterlagen mitbringen.“
Option B → Zeichenform
„Mitarbeiter:in“
Schnell wählen

Empfohlene Reihenfolge

Je weiter oben, desto besser für kurze Texte, Poster, Mails und Folien.

  1. 1Neutral: Studierende, Lehrende, Beschäftigte, Team
  2. 2Direkt: Bitte senden Sie ..., Bitte bringen Sie ... mit
  3. 3Umbauen: Wer teilnimmt, erhält die Unterlagen.
  4. 4Paarform: Studentinnen und Studenten, wenn genug Platz ist
  5. 5Kurzform: Student:innen, wenn es knapp und konsistent sein soll

✅ Gute Praxis

  • so schreiben, dass es schnell lesbar bleibt
  • neutrale Formen bevorzugen, wenn möglich
  • einheitlich bleiben (nicht alles mischen)

⚠️ Stolperfallen

  • zu viele Sonderzeichen im gleichen Text
  • zu lange Überschriften durch Paarformen
  • Formulierungen, die eher belehren als einladen

2) Methoden & Beispiele

Mix & Match (aber konsistent)

Neutrale Begriffe

meist beste Lesbarkeit
Empfehlung
BeispielStudierende statt Studenten
BeispielLehrende statt Dozenten
BeispielTeam / Mitarbeitende statt Mitarbeiter

Umformulieren

sehr professionell, sehr inklusiv
Sehr gut
Statt„Jeder Student bringt …“
Besser„Bitte bringen Sie … mit.“
Besser„Bei Fragen wenden Sie sich an …“

Paarform

klar, aber länger
Kontext
BeispielStudentinnen und Studenten
BeispielMitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zeichenformen

kurz – aber bitte konsistent
Kurzform
DoppelpunktMitarbeiter:in
SternMitarbeiter*in
Hinweissparsam einsetzen (v. a. in Überschriften)

Direkte Ansprache

oft am freundlichsten
Ton & Nähe
Beispiel„Du kannst …“ / „Sie können …“
Beispiel„Guten Tag Vorname Nachname“

3) Vorher-Nachher: schnell verständlich

Satz vereinfachen, dann gendern
StattJeder Student muss sich anmelden.
BesserAlle Studierenden melden sich an.
StattDer Dozent gibt Feedback.
BesserDie Lehrperson gibt Feedback.
StattTeilnehmer müssen pünktlich sein.
BesserBitte seien Sie pünktlich.
StattAnsprechpartner ist Herr/Frau ...
BesserKontakt: ...
StattMitarbeiter gesucht
BesserVerstärkung gesucht / Stelle frei
Kontext entscheidet: Der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt Gender-Sonderzeichen nicht für das amtliche Regelwerk. Hochschulen und Institutionen können trotzdem eigene Empfehlungen haben. Darum: verständlich, respektvoll und passend zum Anlass formulieren.
Merksatz: Wenn der Satz kompliziert wird, nicht nur das Wort ändern, sondern den ganzen Satz einfacher bauen.

4) Gute Wörter für den Alltag

kurz, ruhig, gut lesbar
StudentenStudierende
DozentenLehrende / Lehrpersonen
MitarbeiterBeschäftigte / Mitarbeitende / Team
TeilnehmerTeilnehmende / Personen
AnsprechpartnerKontakt / Ansprechperson
BenutzerNutzende / Personen mit Account
BesucherGäste
ExpertenFachleute
Achtung: Partizipien passen nicht immer. „Studierende“ ist etabliert; „Kochende“ meint eher Menschen, die gerade kochen.